Rechtliches · 1 min read · Jan 06, 2026

Apple von einer Sammelklage über 5 Millionen Dollar wegen Verlangsamung älterer iPhones mit iOS 9 getroffen

iPhone-Benutzer reichen eine Sammelklage über 5 Millionen Dollar gegen Apple ein und behaupten, dass das iOS-Update die Leistung des iPhone 4s beeinträchtigt

Eine Sammelklage wurde am Dienstag gegen Apple vor einem Bezirksgericht in New York eingereicht, in der über 5 Millionen Dollar Schadensersatz wegen irreführender Handelspraktiken und falscher Werbung gefordert werden. Der Kläger Chaim Lerman sagt, dass er und andere iPhone 4s-Besitzer nach dem Upgrade auf iOS 9 ihre Geräte nicht mehr nutzen konnten.

Laut der Klage waren die Kläger gezwungen, entweder mit einem „langsamen und fehlerhaften“ Gerät zu leben, das „das tägliche Leben stört“, oder Hunderte von Dollar für ein neues iPhone auszugeben.

Nach dem Upgrade sind sowohl die Ladeverzögerungen von ersten als auch von Drittanbieter-Apps erheblich länger, ebenso wie die allgemeine Geräteleistung und die Reaktionsfähigkeit des Touchscreens. Einige berichteten auch von Einfrierungen und Abstürzen der iPhones. Diese Verlangsamung der Softwareleistung soll die Benutzer dazu ermutigen, ihre alten Geräte auf neuere iPhones aufzurüsten.

In Wirklichkeit, so die Beschwerde, beeinträchtigt iOS 9 die Leistung des iPhone 4s erheblich, und da die Sicherheitsprotokolle von Apple den Benutzern nicht erlauben, ein Downgrade durchzuführen, waren die Besitzer gezwungen, zwischen einem nicht funktionsfähigen Gerät oder dem Ausgeben von Hunderte von Dollar für eine neue Version zu wählen.

Die Klage fährt fort und behauptet auch falsche Werbung in den Installationshinweisen für das neue Update. Die falschen Hinweise beworben schnellere Leistung, verbesserte Sicherheit, längere Akkulaufzeit und andere verlockende Funktionen. Die Kläger argumentieren, dass Apple von internen Tests oder anderen Mitteln über die langsamere Leistung des iPhone 4s hätte wissen müssen. Die Werbung, die Website und die iOS-Update-Seite des Unternehmens warnen jedoch die Besitzer älterer Hardware, insbesondere der iPhone 4s-Geräte, nicht vor möglichen Kompatibilitätsproblemen.

Die gleiche Klage richtet sich gegen Apples Ökosystem und besagt, dass Benutzer viel eher ein neues iOS-Gerät kaufen als zu einer Konkurrenzplattform wie Android zu wechseln. Die Kläger argumentieren, dass die Benutzer nicht in nicht übertragbare Inhalte wie Apps und Musik reinvestieren möchten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Apple der geplanten Obsoleszenz beschuldigt wird, da das Unternehmen 2011 mit einer Klage bezüglich des iPhone 3G und iOS 4 konfrontiert wurde. Dieser Fall wurde vom Richter abgewiesen, der entschied, dass das iOS 4-Update kein „Gut oder Dienst“ war und die Ansprüche auf falsche Werbung und irreführende Geschäftspraktiken abgewiesen hat.

Der Bezirksrichter von New York, Sterling Johnson, Jr., leitet den Fall. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine Anhörungen angesetzt.

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