GlusterFS · 2 min read · Feb 05, 2026

Erstellen eines NFS-ähnlichen Standalone-Speicherservers mit GlusterFS auf CentOS 5.4

Dieses Tutorial zeigt, wie man einen Standalone-Speicherserver auf CentOS 5.4 einrichtet. Anstelle von NFS werde ich hier GlusterFS verwenden. Das Client-System kann auf den Speicher zugreifen, als ob es sich um ein lokales Dateisystem handelt. GlusterFS ist ein clusterfähiges Dateisystem, das auf mehrere Petabyte skalierbar ist. Es aggregiert verschiedene Speicherbausteine über Infiniband RDMA oder TCP/IP-Verbindungen zu einem großen parallelen Netzwerkdateisystem. Speicherbausteine können aus beliebiger handelsüblicher Hardware bestehen, wie z.B. x86_64-Servern mit SATA-II-RAID und Infiniband HBA.

Ich gebe keine Garantie, dass dies bei Ihnen funktioniert!

1 Vorbemerkung

In diesem Tutorial verwende ich zwei Systeme, einen Server und einen Client:

  • server1.example.com: IP-Adresse 192.168.0.100 (Server)
  • client1.example.com: IP-Adresse 192.168.0.101 (Client)

Beide Systeme sollten in der Lage sein, den Hostnamen des anderen Systems aufzulösen. Wenn dies nicht über DNS möglich ist, sollten Sie die Datei /etc/hosts bearbeiten, sodass sie die folgenden zwei Zeilen auf beiden Systemen enthält:

vi /etc/hosts

| [...] 192.168.0.100 server1.example.com server1 192.168.0.101 client1.example.com client1 [...] |

(Sie können auch IP-Adressen anstelle von Hostnamen in der folgenden Einrichtung verwenden. Wenn Sie IP-Adressen verwenden möchten, müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, ob die Hostnamen aufgelöst werden können oder nicht.)

2 Einrichtung des GlusterFS-Servers

server1.example.com:

GlusterFS ist nicht als Paket für CentOS 5.4 verfügbar, daher müssen wir es selbst erstellen. Zuerst installieren wir die Voraussetzungen:

yum groupinstall 'Entwicklungstools'
yum groupinstall 'Entwicklungslibraries'
yum install libibverbs-devel fuse-devel

Dann laden wir die neueste GlusterFS-Version von http://www.gluster.org/download.php herunter und erstellen sie wie folgt:

cd /tmp  
wget http://ftp.gluster.com/pub/gluster/glusterfs/2.0/LATEST/glusterfs-2.0.9.tar.gz  
tar xvfz glusterfs-2.0.9.tar.gz  
cd glusterfs-2.0.9  
./configure

Am Ende des ./configure-Befehls sollten Sie etwas wie folgt sehen:

[...]  
GlusterFS configure summary  
===========================  
FUSE client        : ja  
Infiniband verbs   : ja  
epoll IO multiplex : ja  
Berkeley-DB        : ja  
libglusterfsclient : ja  
argp-standalone    : nein  
  
[root@server1 glusterfs-2.0.9]#
make && make install  
ldconfig

Überprüfen Sie danach die GlusterFS-Version (sollte 2.0.9 sein):

glusterfs --version
[root@server1 glusterfs-2.0.9]# glusterfs --version  
glusterfs 2.0.9 gebaut am 1. März 2010 15:34:50  
Repository-Revision: v2.0.9  
Copyright (c) 2006-2009 Gluster Inc.   
GlusterFS kommt ohne jegliche GARANTIE.  
Sie dürfen Kopien von GlusterFS unter den Bedingungen der GNU General Public License weiterverbreiten.  
[root@server1 glusterfs-2.0.9]#

Als nächstes erstellen wir einige Verzeichnisse:

mkdir /data/  
mkdir /data/export  
mkdir /data/export-ns  
mkdir /etc/glusterfs

Jetzt erstellen wir die GlusterFS-Serverkonfigurationsdatei /etc/glusterfs/glusterfsd.vol, die definiert, welches Verzeichnis exportiert wird (/data/export) und welcher Client sich verbinden darf (192.168.0.101 = client1.example.com):

vi /etc/glusterfs/glusterfsd.vol

| volume posix type storage/posix option directory /data/export end-volume volume locks type features/locks option mandatory-locks on subvolumes posix end-volume volume brick type performance/io-threads option thread-count 8 subvolumes locks end-volume volume server type protocol/server option transport-type tcp option auth.addr.brick.allow 192.168.0.101 # Bearbeiten und hier die Liste der erlaubten Clients durch Komma getrennte IP-Adressen(namen) hinzufügen subvolumes brick end-volume |

Bitte beachten Sie, dass es möglich ist, Platzhalter für die IP-Adressen zu verwenden (wie 192.168.*) und dass Sie mehrere IP-Adressen durch Kommas getrennt angeben können (z.B. 192.168.0.101,192.168.0.102).

Anschließend erstellen wir den folgenden Symlink…

ln -s /usr/local/sbin/glusterfsd /sbin/glusterfsd

… und dann die Systemstartlinks für den GlusterFS-Server und starten ihn:

chkconfig --levels 35 glusterfsd on  
/etc/init.d/glusterfsd start
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