Speicherserver · 2 min read · Feb 04, 2026

Erstellen eines NFS-ähnlichen Standalone-Speicherservers mit GlusterFS auf Fedora 12

Dieses Tutorial zeigt, wie man einen Standalone-Speicherserver auf Fedora 12 einrichtet. Anstelle von NFS werde ich hier GlusterFS verwenden. Das Client-System kann auf den Speicher zugreifen, als ob es sich um ein lokales Dateisystem handelt. GlusterFS ist ein clusterfähiges Dateisystem, das auf mehrere Petabyte skalieren kann. Es aggregiert verschiedene Speicherbausteine über Infiniband RDMA oder TCP/IP-Verbindungen zu einem großen parallelen Netzwerkdateisystem. Speicherbausteine können aus beliebiger handelsüblicher Hardware bestehen, wie z.B. x86_64-Servern mit SATA-II-RAID und Infiniband HBA.

Ich gebe keine Garantie, dass dies bei Ihnen funktioniert!

1 Vorbemerkung

In diesem Tutorial verwende ich zwei Systeme, einen Server und einen Client:

  • server1.example.com: IP-Adresse 192.168.0.100 (Server)
  • client1.example.com: IP-Adresse 192.168.0.101 (Client)

Beide Systeme sollten in der Lage sein, den Hostnamen des anderen Systems aufzulösen. Wenn dies nicht über DNS möglich ist, sollten Sie die Datei /etc/hosts bearbeiten, sodass sie auf beiden Systemen die folgenden zwei Zeilen enthält:

vi /etc/hosts

| [...] 192.168.0.100 server1.example.com server1 192.168.0.101 client1.example.com client1 [...] |

(Sie können auch IP-Adressen anstelle von Hostnamen in der folgenden Einrichtung verwenden. Wenn Sie IP-Adressen verwenden möchten, müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, ob die Hostnamen aufgelöst werden können oder nicht.)

2 Einrichtung des GlusterFS-Servers

server1.example.com:

Der GlusterFS-Server ist als Paket für Fedora 12 verfügbar, daher können wir ihn wie folgt installieren:

yum install glusterfs-server

Der Befehl

glusterfs --version

sollte jetzt die GlusterFS-Version anzeigen, die Sie gerade installiert haben (in diesem Fall 2.0.9):

[root@server1 ~]# glusterfs --version  
glusterfs 2.0.9 built on Jan  3 2010 00:12:49  
Repository revision: v2.0.9  
Copyright (c) 2006-2009 Gluster Inc.   
GlusterFS kommt ohne jegliche GARANTIE.  
Sie dürfen Kopien von GlusterFS unter den Bedingungen der GNU General Public License weiterverbreiten.  
[root@server1 ~]#

Als nächstes erstellen wir einige Verzeichnisse:

mkdir /data/  
mkdir /data/export  
mkdir /data/export-ns

Jetzt erstellen wir die GlusterFS-Serverkonfigurationsdatei /etc/glusterfs/glusterfsd.vol (wir machen zuerst eine Sicherung der ursprünglichen /etc/glusterfs/glusterfsd.vol-Datei), die definiert, welches Verzeichnis exportiert wird (/data/export) und welcher Client sich verbinden darf (192.168.0.101 = client1.example.com):

cp /etc/glusterfs/glusterfsd.vol /etc/glusterfs/glusterfsd.vol_orig  
cat /dev/null > /etc/glusterfs/glusterfsd.vol  
vi /etc/glusterfs/glusterfsd.vol

| volume posix type storage/posix option directory /data/export end-volume volume locks type features/locks option mandatory-locks on subvolumes posix end-volume volume brick type performance/io-threads option thread-count 8 subvolumes locks end-volume volume server type protocol/server option transport-type tcp option auth.addr.brick.allow 192.168.0.101 # Bearbeiten und Liste der erlaubten Clients hier durch Komma getrennte IP-Adressen(namen) hinzufügen subvolumes brick end-volume |

Bitte beachten Sie, dass es möglich ist, Platzhalter für die IP-Adressen zu verwenden (wie 192.168.*) und dass Sie mehrere IP-Adressen durch Kommas getrennt angeben können (z.B. 192.168.0.101,192.168.0.102).

Anschließend erstellen wir die Systemstartlinks für den GlusterFS-Server und starten ihn:

chkconfig --levels 35 glusterfsd on  
/etc/init.d/glusterfsd start
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