Rechtliches · 1 min read · Sep 13, 2025
Ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter, der Microsofts Geschäftsgeheimnisse gestohlen und geleakt hat, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt

Alex Kibkalo, ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter, wurde von einem US-Bezirksrichter zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er Microsofts Geschäftsgeheimnisse gestohlen und geleakt hat.

Kibkalo, der russischer Staatsbürger ist und mehr als 7 Jahre bei Microsoft gearbeitet hat, wurde im März 2014 von FBI-Agenten verhaftet, weil er beschuldigt wurde, die Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens im Zusammenhang mit Vorabversionen von Software-Updates für Windows 8 und dem „Activation Server Software Development Kit“ (SDK) von Microsoft gestohlen und die Informationen mit böser Absicht an einen Tech-Blogger in Frankreich weitergegeben zu haben.
- Obwohl Kibkalo mit bis zu 10 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 250.000 USD konfrontiert war, trat er in einen Vergleich mit den Bundesstaatsanwälten ein, der dazu führte, dass seine Strafe im April 2014 auf drei Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 22.500 USD reduziert wurde.
- Am Donnerstag hatte Kibkalo bereits 86 Tage in Bundeshaft verbüßt, ihm wird die Zeit angerechnet, und er sollte somit Anfang nächster Woche vorzeitig entlassen werden.
- Kibkalo sagte in einem Brief an den Richter, der in den Gerichtsunterlagen enthalten ist: „Ich habe auf jeden Fall meine Lektion gelernt, nicht über meine Arbeitsprojekte mit externen Parteien zu sprechen.“ Er sagte auch, dass er, wenn er nach Hause zurückkehrt, hofft, „einen weiteren interessanten Vollzeitjob, vorzugsweise wieder im Bereich der Software-Sicherheit“ zu suchen und dass er „darüber nachdenkt, ein Buch über meine Fehler und die Konsequenzen zu veröffentlichen, was mehr Menschen zum Nachdenken über dieses Thema anregen könnte.“
- Microsoft selbst wurde viel dafür kritisiert, wie es die Untersuchung des Leaks angegangen ist. Um den Schuldigen hinter dem Leak des Codes zu finden, soll Microsoft angeblich ohne Zustimmung des Bloggers auf dessen Hotmail-Konto zugegriffen haben. Später, aufgrund des Aufschreis der Online-Community gegen illegales Ausspionieren, hat das Unternehmen seine Richtlinien geändert. Laut den neuen Microsoft-Nutzungsbedingungen wird das Unternehmen im Falle solcher Umstände in Zukunft die Strafverfolgungsbehörden hinzuziehen, um die Angelegenheit zu untersuchen, anstatt die Angelegenheit selbst zu untersuchen.
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