Technologie · 1 min read · Sep 09, 2025
Foxconn wird iPhone-Gehäuse in Indien herstellen, während Apple von China abwandert

Apples Abkehr von China hat einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht. In einem bedeutenden Schritt zur Diversifizierung seiner Lieferkette und zur Verringerung der Abhängigkeit von der chinesischen Fertigung hat der iPhone-Montagebetrieb Foxconn mit dem Bau seines ersten iPhone-Gehäusewerks in Indien begonnen.
Eine neue Anlage wird im ESR Industrial Park in Oragadam, Tamil Nadu, geplant, wo sie Metallgehäuse (Chassis) für das ikonische iPhone herstellen wird. Dieser Standort liegt nur eine kurze Strecke von Foxconns bevorstehendem Displaymodulwerk entfernt und wird voraussichtlich auch Apple beliefern.
Diese Entwicklung stärkt Foxconns wachsende Präsenz in Indien und ergänzt seine aktuellen Aktivitäten — iPhone-Montage in Sriperumbudur, AirPods-Produktion in Hyderabad und eine bevorstehende großangelegte iPhone-Fertigungsanlage in der Nähe von Bengaluru.
Neue Möglichkeiten für Foxconn
Bis jetzt hatte Tata Electronics, ein weiterer wichtiger Apple-Zulieferer, die exklusiven Rechte zur Herstellung dieser Metallgehäuse in seiner Anlage in Hosur, Tamil Nadu, Indien. Mit dem Eintritt in den Markt wird Foxconn das zweite Unternehmen, das dieses entscheidende Bauteil lokal herstellt.
Diese Expansion bringt wichtige Teile der iPhone-Produktion — Gehäuse, Displays und Endmontage — näher zusammen in Indien. Branchenexperten betrachten diesen Schritt sowohl als wirtschaftlich klug als auch strategisch wichtig, da er Apple hilft, Handelshemmnisse zu umgehen und Risiken in seiner Lieferkette zu minimieren.
„Dies passt gut zu Apples umfassenderer Strategie, die Risiken zu minimieren und seine Lieferkette zu diversifizieren. Da Indien als Schlüssel zu Apples Wachstumsdynamik auftritt — mit ersten Anzeichen eines sich entwickelnden End-to-End-Fertigungssystems — ist es ein natürlicher Fortschritt für Foxconn, seine Fähigkeiten und geografische Präsenz durch die Herstellung von Gehäusen auszubauen“, sagte Prabhu Ram, Vizepräsident der Industry Research Group, CyberMedia Research.
Während Metallgehäuse nur 2–3 % des gesamten Produktionswerts des iPhones ausmachen, hat die lokale Produktion strategischen Wert. Sie hilft, Kosten zu senken, zukünftige Zölle zu vermeiden und stärkt Indiens Rolle in Apples globalen Operationen, wodurch die Abhängigkeit von China verringert wird.
Mit der globalen Politik, die Lieferketten umgestaltet, und steigenden Zollrisiken wenden sich Apple und seine wichtigen Zulieferer wie Foxconn nicht nur an Indien als Backup, sondern als Grundpfeiler ihrer langfristigen Wachstumsstrategie. Dies signalisiert eine tiefere Transformation in Apples von China abhängiger Lieferkette, die durch „Make in India“ weiter gestärkt wird.
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