Technologie · 1 min read · Oct 14, 2025

Google mit 210 Millionen Won für unbefugte Datensammlung durch die Funktion ‚Street View‘ in Südkorea bestraft

Google wurde heute von der südkoreanischen Kommunikationsbehörde Korea Communications Commission unter dem ‚Ministerium für Kommunikation und Information‘ für seine ‚Street View‘-Funktion in Google Maps bestraft. Die Korea Communications Commission stellte in einer heutigen Sitzung fest, dass Google Daten auf illegale Weise für seine Street View-Funktion erfasst hatte. Es wurde eine Geldstrafe von 210 Millionen Won (196.000 US-Dollar) gegen Google verhängt.

Darüber hinaus hat die Kommission den in den USA ansässigen Internetgiganten angewiesen, alle persönlichen Daten, die er durch die oben genannte Funktion ohne Zustimmung gesammelt hat, zu löschen. Die Kommission hat Google angewiesen, die Einzelheiten der Löschung auf seiner Website zu veröffentlichen.

  • Street View ist eine sehr beliebte Funktion in Google Maps, jedoch betrieb Google zur Erfassung der Echtzeit-Straßenbilder in Südkorea zwischen 2009 und 2010 Fahrzeuge, die mit speziellen Kameras und Computern ausgestattet waren, in den meisten großen Städten wie Seoul, Busan, Incheon und der Provinz Gyeonggi.
  • Die Street View-Datenbank ist somit mit Details und Daten von Personen gefüllt, die möglicherweise unwissentlich und illegal von der Kamera erfasst wurden. Zu den gesammelten Informationen gehören Internet-IDs, Passwörter, Wohnregistrierungsnummern und Media Access Control-Adressen, eindeutige Nummern, die Netzwerkadaptern auf Computern zugewiesen sind. Die koreanische Kommunikationskommission befand Google für schuldig, illegal Daten zu erheben und zu speichern.*
  • „Die jüngste Strafe ist die erste ihrer Art, die gegen ein globales Unternehmen verhängt wurde, das gegen die Gesetze zum Schutz persönlicher Informationen verstoßen hat“, sagte der KCC-Vorsitzende Lee Kyung-jae und fügte hinzu: „Die Kommission wird diejenigen bestrafen, die Informationen der koreanischen Öffentlichkeit ohne Ausnahme sammeln.“

  • Die KCC hatte den Fall gegen Google eröffnet, nachdem behauptet wurde, dass Google private unbefugte Informationen in anderen Ländern speicherte. Google wurde bereits in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland aus ähnlichen Gründen bestraft. In den USA hatte Google freiwillig zugestimmt, Geldstrafen von bis zu 17 Millionen US-Dollar zu zahlen, während Deutschland und Frankreich Google mit 45.000 Euro bzw. 150.000 Euro bestraften.*
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