Malware News · 1 min read · Oct 09, 2025

Neue Variante der Fruitfly-Malware für macOS nach Jahren gefunden

Fruitfly-Malware kann Webcam und Tastatur eines Macs steuern

Eine für MacOS entwickelte Malware wurde Anfang dieses Jahres identifiziert. Nun ist eine weitere Variante der Malware aufgetaucht. Während Berichte zunächst behaupteten, es handele sich um eine neue Variante, haben weitere Untersuchungen ergeben, dass es sich um eine Malware handelt, die seit Jahren aktiv ist und all die Zeit unentdeckt blieb.

Fruitfly

Laut Berichten hat Apple einen Patch für die Malware mit dem Namen Fruitfly veröffentlicht. Neuere Varianten der Malware sind jedoch bereits aufgetaucht. In einer Analyse von Patrick Wardle, dem Chief Security Officer von Synack und ehemaligen NSA-Hacker, wurde festgestellt, dass Fruitfly seit Jahren in Entwicklung ist, jedoch gut auf neueren Versionen von MacOS funktioniert und auch einen Command & Control-Server bereitstellt, der die Malware anweist, was auf dem betroffenen Gerät zu tun ist. Er enthüllte auch, dass die Malware die Fähigkeit hatte, das infizierte System vollständig zu übernehmen und Aktionen durchzuführen, einschließlich der Steuerung von Tastatur und Maus, dem Erstellen von Screenshots, dem Ausführen von Hintergrundprozessen, dem diskreten Einschalten der Webcam sowie dem Modifizieren und Stehlen von Dateien. Um unentdeckt zu bleiben, kann sie sogar ihren eigenen Prozess im System beenden.

„Das interessanteste Merkmal ist, dass die Malware eine Warnung senden kann, wenn der Benutzer aktiv ist“, sagte Wardle. „So etwas habe ich vorher noch nie gesehen.“ Neben seiner Entdeckung beobachtete er, dass beim Verbindungsaufbau der Malware die IP-Adresse, der Benutzername und der Computername angezeigt werden. 90 % der Opfer wurden in den USA gefunden.

Wardle hat gesagt, dass die Malware höchstwahrscheinlich Systeme über bösartige E-Mail-Anhänge infiziert. „Man muss sich bewusst sein, dass dies die Tatsache erneut aufzeigt, dass man eine ganz normale Person sein kann und trotzdem Opfer eines wirklich heimtückischen Angriffs werden kann“, erklärte Wardle. „Dies ist nur eine weitere Illustration dafür, dass Macs genauso anfällig sind wie jeder andere Computer.“ Apple hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels keine Stellungnahme zur Malware abgegeben.

Quellen: Neowin

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